Du willst also lernen, wie man eine Fallstudie schreibt. Keine einfache, sondern eine außergewöhnliche. Gute Neuigkeiten: Du bist an der richtigen Adresse!

Was ist das Erste, das sich jeder Content-Profi fragen sollte, bevor er ein neues Projekt beginnt? Wie wäre es mit dieser Frage: Warum sollte sich jemand dafür interessieren? Und vielleicht gleich hinterherschieben: Ist sie überzeugend genug, interessant genug, informativ genug?
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Nun, die Case Study ist eines dieser Formate mit einer klar positiven Antwort auf all diese Fragen. Und warum? Wenn wir ein Wort wählen könnten, um die Marketing-Fallstudie zu definieren, wäre es dieses: Vertrauen.

Betrachte es aus der einfachen Perspektive eines Kunden. Wem würdest du mehr vertrauen: dem Erfahrungsbericht eines anderen Kunden (was übrigens gut ist) oder einer vollständigen digitalen Marketing-Fallstudie mit Interviews, Ergebnissen und Fakten?

Obwohl die Erstellung komplex und mühsam ist, bieten Fallstudien im digitalen Marketing tiefgreifende, umfangreiche Informationen wie kein anderes Medium. Ob für B2B- oder B2C-Content-Marketing-Strategien, die Relevanz einer Fallstudie für jedes Unternehmen kann sehr hoch sein. Im Grunde zeigst du deinen potenziellen Kunden, warum sie sich für dein Produkt oder Dienstleistung interessieren sollten. Aber es ist nicht nur das. Du versorgst sie mit harten Tatsachen, Forschungen und Expertenmeinungen. Also mit Glaubwürdigkeit.

Das ist die Magie von Fallstudien. Wenn sie gut gemacht sind, können sie greifbare Beispiele für die Vorteile dessen liefern, was du dem Markt bietest.

Es gibt allerdings ein kleines Problem. Und wir scheuen hier nicht vor Problemen (gleich welcher Größe) zurück. Fallstudien zur Verwendung im digitalen Marketing können schwierig zu erstellen und entmutigend nachzuverfolgen sein – gerade weil sie normalerweise ein großes Ausmaß annehmen. So, wir haben es ausgesprochen.

Und warum ist das so? Weil sie sich an einigen ziemlich spezifischen Forschungsstandards orientieren müssen. Sonst könnte man sie wohl nicht als Fallstudien bezeichnen, oder?

Moment, jetzt noch einmal von vorne. (“The Scientist” von Coldplay spielt im Hintergrund)

Bevor wir lernen, wie man eine Fallstudie schreibt, sollten wir erst einmal definieren, was das überhaupt ist, oder?

Eine Fallstudie ist eine detaillierte Untersuchung zu einem bestimmten Thema, die einem wissenschaftlichen Ansatz folgt. Sie kann quantitative oder qualitative Forschungsmethoden beinhalten, viele verschiedene Beweisquellen nutzen und eine einzelne Studie oder Teil einer Reihe zusammenhängender Fallstudien sein. Das Forschungsobjekt kann so ziemlich alles sein, aber im Bereich des digitalen Marketings konzentriert es sich in der Regel auf Produkte, Dienstleistungen, Marken und Organisationen.

Aber hier ist der Mörtel, der die Elemente einer Fallstudie miteinander verbindet: Beweise. Genau, eine Fallstudie muss idealerweise Beweise präsentieren, um die Leser davon zu überzeugen, eine bestimmte Maßnahme zu ergreifen. Nehmen wir zum Beispiel an, du willst eine bestimmte Zielgruppe dahin gehend beeinflussen, dass sie dein Produkt oder deine Dienstleistung anstelle des Produkts oder der Dienstleistung deines Konkurrenten verwendet. Nichts spricht mehr für Glaubwürdigkeit als eine gut gemachte, gründlich recherchierte Fallstudie, die zeigt, wie dein Unternehmen das Problem erfolgreich angegangen ist und den [hier relevanten KPI einfügen] für einen bestimmten Kunden erhöht hat. Natürlich untermauert mit Fakten.

Klingt einleuchtend, oder? Das ist übrigens der Grund, warum Fallstudien bei B2B-Unternehmen so beliebt sind. Nichts spricht für einen Geschäftsinhaber klarer als greifbare Ergebnisse, nicht wahr? Die meisten Marketingexperten werden zustimmen, dass der Aufbau von Vertrauen eines der mächtigsten und gleichzeitig eines der schwierigsten Dinge ist, die eine Content-Strategie leisten kann. Genau das ist es, was eine Fallstudie schafft: Vertrauen. Lasse uns also versuchen, etwas tiefer zu graben und besser zu verstehen, wie man eine Marketing-Fallstudie so schreibt, dass sie nicht nur für Geschäftsleute, sondern für jede Art von Publikum interessant ist.

Was wir in diesem nützlichen Artikel besprechen werden:

  1. Das große Ganze im Auge behalten (also deine Content-Strategie)
  2. Deine Zielgruppe analysieren (was will sie lesen?)
  3. Ziele setzen (wie immer)
  4. Ein Format definieren
  5. Einige Tipps für Interviews
  6. Eine motivierende Story kreieren (informativ, spannend, leicht zu lesen)
  7. Deine Ergebnisse unterstreichen (mit Fakten und Zahlen)
  8. Das Fazit (nicht das eigentliche)
  9. Medien-Elemente, die man braucht
  10. Denke an deine SEO
  11. Feedback, Nachweise, Zitate
  12. Den Content verbreiten
  13. An anderen möglichen Content-Optionen arbeiten
  14. Das eigentliche Fazit

1. Case Studys sind keine Einzelgänger. Soll heißen: Sie wollen in deinen Content-Plan integriert werden

Ja – genau wie jeder andere Content wird es viel besser sein, wenn die Fallstudie Teil eines größeren Kontexts ist. Ein Stück in deinem Content-Marketing-Puzzle – übrigens ein sehr großes Stück. Stelle dir selbst ein paar Fragen:

■ Wie fügt sich diese Fallstudie in die Gesamtstrategie deines Content-Marketings ein?

■ Wie trägt sie dazu bei, die Ziele der Content-Strategie zu erreichen, und die Geschäftsziele?

■ Welches Produkt/welche Branche wird sie abdecken, und wie viele Fallstudien zum digitalen Marketing werden benötigt?

■ Welche Fragen/Probleme von Kunden wird diese Fallstudie beantworten?

■ Wie wird sie in andere Contentkanäle und -beiträge integriert werden?

Zögere nicht, hier auch andere Fragen zu berücksichtigen. Wichtig ist, dass du deiner Marketing-Fallstudie eine Referenz, einen Kontext und einen Zweck gibst. Dies gilt für die Fallstudie an sich, aber auch für die Gesamtstrategie.

2. Eine Fallstudie braucht ebenfalls eine Zielgruppe. Und du solltest diesen Punkt bedenken, wenn du die Case Study erstellst

Als Teil der oben gestellten Fragen fügen wir Folgendes hinzu: Für wen ist diese Fallstudie bestimmt? Und was genau würden diese Leser von der Fallstudie, die du erstellst, erwarten? Zögere nicht, hier in die Tiefe zu gehen und die in der Marketingwelt als Persona bekannte Käuferfigur zu kreieren (ein bedrohlicher Soundtrack wird im Hintergrund abgespielt). Demografie, Ausbildung, Beruf, Unternehmensinfo (insbesondere, wenn du überlegst, wie du eine Marketing-Fallstudie für B2B-Kunden schreibst), Interessen, genutzte soziale Netzwerke, Produkte und Dienstleistungen … eben alles, was dabei hilft, dir ein klareres Bild davon zu machen, wen du als Zielpublikum in Betracht ziehst.

Da es sich bei digitalen Marketing-Fallstudien um detaillierte und gründliche Beiträge mit vielen Informationen handelt und diese nicht gerade einfach zu erstellen sind, sollte die Persona-Beschreibung ein wichtiger Schritt in diesem Prozess sein. Gerade weil es dazu beitragen wird, eine viel gezieltere und effizientere Fallstudie zu entwickeln.

Nehmen wir zum Beispiel an, dass deine Zielgruppe (oder Käuferpersona) stark auf eine soziale Medienplattform wie LinkedIn angewiesen ist, um Informationen zu erhalten (das wäre zum Beispiel der Fall, wenn es sich um eine B2B-Fallstudie handelt). Das wäre sicherlich ein Kanal von höchster Priorität, auf dem du diese Fallstudie veröffentlichen könntest. Verstehst du, worauf wir damit hinaus wollen?

3. Und wusstest du, dass Case Studys ebenfalls ein Ziel brauchen?

Sicherlich tun sie das. Wie jede andere Content-Marketing-Initiative können Fallstudien bessere Ergebnisse erzielen, wenn sie mit dem Blick auf erreichbare Ziele erstellt werden. Und mit erreichbaren Zielen meinen wir sowohl spezifische als auch allgemeine Ziele. Markenbekanntheit, Traffic, bessere Rankings, Social-Media-Follower, Leads, Konversionen, Verkäufe – deine Marketing-Fallstudie kann dabei helfen, die Zahlen zu erhöhen. Oder vielleicht willst du nur die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen deines Unternehmens erhöhen: Auch das ist in Ordnung. Wichtig dabei ist, dass du klare Ziele hast, bevor du anfängst. Sie werden deine Fallstudie durch und durch prägen.

Langeweile im Anmarsch: Es ist auch wichtig, über Umfang und Fallstudien-Typ nachzudenken, wenn man überlegt, wie man eine Marketing-Case-Study schreibt. Sie muss nämlich einigen sehr spezifischen Richtlinien folgen. Einige der Fragen, die vor Beginn beantwortet werden müssen (wir werden später weitere hinzufügen):

■ Was ist der Zweck der Fallstudie? Wird sie ein Produkt oder eine Dienstleistung betreffen?

■ Was ist der theoretische Hintergrund zur Unterstützung der Fallstudie? (Selbst wenn du versuchst, etwas Neues zu beweisen oder neue Perspektiven einzubringen, ist es wichtig, einige Referenzen vorzuweisen).

■ Welche Forschungsmethode soll angewendet werden: quantitativ (zahlenorientiert) oder qualitativ (Interviews)?

■ Wie werden die Daten erhoben? Und wie werden sie analysiert – wiederum in einem quantitativen (oder statistischen) Ansatz oder in einer qualitativen, eher “interpretationsoffenen” Weise?

■ Wird sie ähnliche Fälle untersuchen oder wird sie sich auf Ausnahmen konzentrieren?

■ Wird es sich um eine einzelne Fallstudie handeln oder wird sie Teil einer Serie sein?

Noch eine Sache ist zu bedenken: Fallstudien müssen nicht immer zu glasklaren Ergebnissen führen. In diesem Fall wäre das Projekt eher deskriptiver Natur, bei dem die Untersuchung selbst das Ziel ist. Sicher, bei Fallstudien zum digitalen Marketing sind konkrete Ergebnisse immer hilfreich, aber es hängt wirklich alles von der Natur und dem ursprünglichen Zweck des Projekts ab.

Mit diesen Informationen zur Hand wirst du nicht nur wissen, wie man eine Fallstudie schreibt. Du wirst auch eine viel höhere Qualität des Schriftstücks erreichen.

4. Sollte dein Marketing-Fall ein bestimmtes Format haben? Vielleicht. Definitiv. Oder auch nicht.

Entschuldigung für die verwirrende Überschrift. Die Wahrheit ist zwar, dass jede Fallstudie einem vordefinierten Format folgt, aber es gibt einen gewissen Grad an Freiheit, verschiedene Dinge zu gestalten – natürlich im Rahmen des Möglichen. Das einfache Format würde so aussehen: 1) Problem, 2) Analyse/Untersuchung, 3) Lösungen, 4) Ergebnisse. Dies mag zwar eine zu starke Vereinfachung sein, aber es ist auch eine sehr gute Mahnung daran, die Fallstudie einfach zu halten.

Was die Länge betrifft: Einige sagen, dass 500 Wörter ausreichen; andere werden argumentieren, dass eine lange Fallstudie notwendig ist (gerade weil es eine Menge Dinge zu besprechen gibt). Wir werden das dir überlassen, denn wir wollen nicht diktieren, wie man eine Fallstudie schreibt. Wir wollen nur die besten Wege dazu ausloten.

Auf jeden Fall sollte deine Case Study zumindest mit einer Vorlage und einigen sehr wichtigen Punkten arbeiten, wie z. B:

■ Titel – es könnte eine gute Idee sein, die Ergebnisse direkt im Titel zu erwähnen. Dies wird die Aufmerksamkeit auf die Fallstudie lenken und den Benutzer zu einer genaueren Betrachtung einladen.

■ Der Kunde oder die Marke – eine klare Einführung in das Thema der Fallstudie.

■ Das Problem – wie bereits erwähnt, die eigentliche Bestimmung des Themas, mit dem sich die Fallstudie beschäftigt, wen es wie betrifft und warum die Untersuchung des Problems relevant ist.

■ Die Aktion/Lösung – was genau wurde getan, um das Problem zu überwinden, und wie wurde es durchgeführt. Es ist wichtig, dass dieser Schritt vor dem Hintergrund der Ziele betrachtet wird.

■ Die Ergebnisse – hier demonstrierst du die Lösung mit greifbaren Ergebnissen (vorausgesetzt natürlich, dass dies mit den Zielen übereinstimmt). Es ist immer wichtig, Daten als Beweis dafür hinzuzufügen, dass deine Aktionen zu dem Ergebnis beigetragen haben – aber dazu später mehr.

■ Textelemente – Überschriften, Listen, Zitate, Handlungsaufforderungen – das sind alles Dinge, mit denen du deine Fallstudie attraktiver gestalten kannst.

■ Bilder, Infografiken und visuelle Elemente – denn große Textblöcke sind nicht so attraktiv. Und auch, weil Grafiken helfen, dein Fallbeispiel zu belegen.

■ Eine Schlussfolgerung mit den wichtigsten Ergebnissen und eine freundlich formulierte Aufforderung zum Handeln – nicht nur, um das Ganze abzuschließen, sondern auch, um den Leser dazu einzuladen, sich mit deiner Marke oder deinem Unternehmen auseinanderzusetzen (da du ja genau das mit der Fallstudie bezwecken willst).

5. Deine Case Study wird sehr wahrscheinlich Interviews involvieren. Hier sind einige Tipps dazu

Interviews oder Zitate werden einer der wichtigsten Teile deiner Marktanalyse sein. Warum? Wenn wir eine Fallstudie als wesentlichen vertrauensbildenden Contentbeitrag betrachten, dann sind die Interviews dessen Herzstück. Es gibt nichts Besseres als Meinungen von Kunden, um einer Fallstudie eine Portion Glaubwürdigkeit zu verleihen. Hier sind also einige coole Tipps für Interviews:

■ Bereite dich im Voraus auf das Interview vor: Unser Ratschlag lautet: “Mache deine Hausaufgaben”. Informiere dich über die Person, die interviewt wird – relevante Informationen wie z. B. ihre Position in der betreffenden Organisation und wie sie zu dem Thema, das du untersuchst, beitragen kann. Ein sehr klarer Überblick über den gesamten Fall ist ebenfalls von großem Vorteil. Das spart Zeit dank wichtiger Erkenntnisse, die schnell mit allem, was der Befragte sagt, verknüpft werden können.

■ Engagiere interessierte Teilnehmer: Wenn du Leute bittest, eine detaillierte Onlineumfrage zu beantworten oder wenn du jemanden zu einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung befragen willst, ist es am besten, Leute zu gewinnen, die sich aktiv mit diesem Thema befassen. Wenn es sich z. B. um einen Benutzer handelt, achte darauf, dass du dich an Teilnehmer wendest, die eine gewisse Erfahrung mit dem Produkt haben. Ein guter Weg sind konkrete Anreize. Monetäre Belohnungen, Rabatte, Gutscheine – etwas, das die Bereitschaft zum Mitmachen und zu gutem Feedback erhöht.

■ Sei großzügig und mache es den Befragten leicht: Da sie sich Zeit für dein Projekt nehmen müssen, sollte für sie alles einfach gestaltet werden. Vergewissere dich, dass sie verstehen, worum es im Interview geht. Schicke die Fragen vorher; sei zeitlich flexibel; gehe auf ihre Präferenzen ein; bitte sie nachher um ihr Feedback und so weiter. Kurz gesagt, solltest du eine extra Portion “Nettigkeit” hinzufügen. Und sie fragen, ob es in Ordnung ist, später noch einmal nachzuhaken – für den Fall, dass du nach Abschluss des Interviews noch etwas klären musst.

■ Arbeite an deinen Fragen: Diese Aufgabe könnte Teil des ersten Punktes sein, aber sie verdient besondere Erwähnung. Wenn du einfache Fragen stellst, bekommst du sehr einfache Antworten, die deiner Marketing-Fallstudie nicht helfen werden.

■ Konzentriere dich auf aufschlussreiche, offene Fragen, die Menschen dazu bringen, ausführlichere Antworten zu geben (nicht einfach “ja” oder “nein”).

■ Hilf dabei, das Anfangsproblem zu identifizieren und zu erklären, wie es gelöst wurde.

■ Beziehe dich auf die nach der Lösung des Problems beobachteten Ergebnisse.

■ Erläutere die Vorteile bei der Nutzung des Produkts oder der Dienstleistung.

■ Achte darauf, dass deine Fragen insgesamt auf die Geschichte ausgerichtet sind, die du erzählen willst.

■ Höre mehr zu, als zu sprechen: Das hier ist ein Grundsatz. Mache es deinen Gesprächspartnern so angenehm wie möglich, indem du ihnen viel Raum zum Sprechen gibst und ihre Antworten ausarbeitest. Vermeide es, das Gespräch zu kontrollieren und es auf die Antworten auszurichten, die du zu hören erwartest. Analysiere die Antworten und versuche, aus ihnen weitere Erkenntnisse zu gewinnen. Und lasse natürlich zwischen den Fragen etwas Zeit – das führt zu mehr Nachdenken und besseren Antworten.

■ Hole die notwendigen Zustimmungen ein: Da der Hauptbestandteil einer guten Fallstudie Glaubwürdigkeit ist, musst du dem Leser zeigen können, dass du es mit echten Menschen in echten Situationen zu tun hast (durch die Angabe von Namen, Beruf und anderen relevanten Daten). Frage die ausgewählten Kontaktpersonen also, ob sie in deiner Fallstudie erscheinen wollen. Und zwar vor dem Interview, sonst verschwendest du deine und ihre Zeit.

6. Nur weil es sich um eine Fallstudie handelt,
muss sie nicht öde sein

Das ist richtig. Es ist schließlich Contentbeitrag, nicht wahr? Sie muss also einnehmend, aufregend, fesselnd sein – all die netten Adjektive, die du bereits kennst. Ja, wir wissen, dass Case Studys auf Beweisen, Untersuchungen, Daten, Interviews und so weiter  beruhen. Dennoch kann eine Fallstudie als eine sehr interessante und lesbare Geschichte gestaltet werden.

Vorhin haben wir das grundlegende Format der Fallstudie behandelt: Problem > Untersuchung > Maßnahmen > Ergebnisse. Nun, da hast du bereits einige auserlesene Zutaten, um eine lesenswerte Geschichte zu erzählen. Denke daran, dass niemand von dir verlangt, ein Hollywood-Drehbuch zu schreiben. Du musst nur mit dem arbeiten, was du hast und eine aussagekräftige Marketing-Fallstudie erstellen. Denke an den Stil, den Ton, die Formulierungen, den Spannungsbogen … Alles Punkte, die das Interesse der Leser aufrechterhalten. Denke auch daran, dass es verständlich sein muss.

Und vergiss nicht die 5 Ws, wenn du deine Fallstudie erstellst: Wer, Was, Wann, Wo und Warum. Diese sollten in jedem Contentbeitrag vorkommen, der sich auf die Problemlösung konzentriert, so wie es bei einer Marketing-Fallstudie der Fall ist.

7. Es ist eine Fallstudie, also zeige uns deine Ergebnisse!

Und zwar die tatsächlichen Ergebnisse! Wir verstehen, dass das Ergebnis von mehreren Faktoren abhängen wird: den Zielen, dem theoretischen Hintergrund, der Forschungsmethode, der Datenerhebung und so weiter. Es ergibt jedoch keinen Sinn zu erklären, wie man eine Marketing-Fallstudie schreibt, wenn sie nicht auf realen Ergebnissen basieren wird. Die sind einfach ein Muss. Sicher, es gibt verschiedene Arten und Formate von Fallstudien, wie wir bereits erwähnt haben – zum Beispiel gibt es einen eher qualitativen Ansatz, bei dem es um mehr Interpretation und weniger statistische Daten geht. Aber selbst dann werden Ergebnisse benötigt – entweder in Form von Zahlen oder als kohärente Schlussfolgerungen und Einsichten (die ebenfalls durch Daten und Zahlen untermauert werden …).

Lass uns versuchen, spezifischer zu sein. Wenn du es mit einer Fallstudie im Bereich des digitalen Marketings zu tun hast, wirst du höchstwahrscheinlich über Zahlen verfügen, die deinen Standpunkt belegen. Dinge wie Datenverkehr, Konversionen, Rankings, Kapitalrendite, Backlinks, Social-Media-Follower und so weiter Es gibt viele KPIs, die hier als Referenz verwendet werden können. Die ideale Fallstudie kann zeigen, wie die vorgeschlagene Lösung einer bestimmten Kundengruppe bei ihrem Problem geholfen hat.

Es müssen jedoch nicht immer nur Zahlen sein. Denke darüber nach, wie ein kontextualisiertes, verbindliches Zitat ebenfalls als aussagekräftiges Ergebnis betrachtet werden kann. Greife auf deine Interviews zurück und finde wirklich wichtige Antworten, die zeigen, wie die Lösung für jemanden tatsächlich funktioniert hat.

■ Offen sein (über Ergebnisse und Probleme): Es handelt sich um eine Marketing-Fallstudie mit einigen spezifischen Zielen dahinter. Das bedeutet, dass der Wunsch zu einer absolut positiven Darstellung groß ist. Es ist jedoch wichtig, auch die Probleme zu erwähnen und nicht mit unrealistischen Ergebnissen zu prahlen. Wenn du beim Sammeln oder Analysieren der Daten, bei der Durchführung der Interviews oder der Untersuchung der Ergebnisse auf Hürden gestoßen bist, wird die Glaubwürdigkeit deiner Fallstudie erhöht, wenn du dich diesen Punkten kritisch zuwendest. Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind schließlich das, was wir hier anstreben. Behandle den Leser nicht als Einfaltspinsel, sonst kommst du mit deiner Marketing-Fallstudie nicht weit.

■ Ehre, wem Ehre gebührt: Wenn du bei der Arbeit an deiner Fallstudie Tools und Anwendungen eingesetzt hast, halten wir es für eine gute Idee, diese zu erwähnen. Dadurch wird dein Projekt nicht nur für die Leser nützlicher, sondern es schafft auch eine weitere Möglichkeit der Transparenz – für die Unternehmen, die genau diese Tools herstellen und die daran interessiert sein könnten, potenzielle Kunden auf deine Fallstudie aufmerksam zu machen!

■ Präsentation der Lösungen: Wie willst du die Lösung für das Problem wirksam demonstrieren? Vergiss nicht: Das Hauptziel hier ist es, dem Leser zu zeigen, wie das Produkt oder die Dienstleistung das vorliegende Problem gelöst hat – und zwar so detailliert wie möglich. Es reicht nicht aus, die Ergebnisse und Daten zu haben; es ist von größter Wichtigkeit, sie verständlich und optisch ansprechend aufzubereiten und zu präsentieren.

Natürlich gibt es keinen besseren Weg, einem Publikum Daten zu vermitteln als visuelle Darstellungen. Kommentierte Diagramme, Infografiken, Abbildungen (die z. B. über soziale Medien verbreitet werden können) – alles, was die Botschaft einprägsam macht und deine Ergebnisse unmissverständlich darstellt.

8. Lass uns über das Fazit sprechen – das Fazit deiner Case Study, nicht dieses Artikels

OK, du hast also alle notwendigen Schritte durchlaufen. Das Problem, die Untersuchung, die Datenanalyse, die Ergebnisse und die Lektionen, die du daraus lernen konntest. Jetzt ist es an der Zeit, das Ganze abzuschließen und zu einer Schlussfolgerung zu gelangen. Und was ist für die Schlussfolgerung unerlässlich? Ein Wort: Strategie.

Es geht nicht nur darum zu zeigen, wie dein Produkt oder deine Dienstleistung das Problem gelöst hat. Es geht auch darum, neue Perspektiven aufzuzeigen und neue Wege für den Umgang mit ähnlichen Problemen zu beschreiben. Dieser Teil ist deshalb so wichtig, weil du hier die entscheidenden Erkenntnisse aus dem gesamten Prozess gewinnst – Strategien, die in Zukunft angewendet werden sollten. Und das wird dazu beitragen, deine Inhalte für das Publikum viel interessanter zu machen. Einige Gedanken, die bei diesem speziellen Teil helfen können:

■ die wichtigsten Erkenntnisse aus der Analyse sowie ihre Lösung(en)

■ Gedanken, die sich jeder machen muss, bevor er einen ähnlichen Weg einschlägt

■ Hindernisse, die während des gesamten Prozesses auftraten

■ notwendige Werkzeuge und Ressourcen, um ähnliche Ergebnisse zu erzielen

Denke daran, dass du hier versuchst, eine Geschichte zu erzählen. Und das Ende der Geschichte muss so befriedigend und überzeugend sein wie alles, was vorher war und woran du so hart gearbeitet hast. Ansonsten wird das Gefühl ähnlich sein wie bei einer sehr guten Fernsehserie, der in der letzten Staffel die Luft ausgegangen ist. Frustrierend, oder?

9. Stelle sicher, dass deine Marketing-Fallstudie gut verpackt ist, und zwar mithilfe spannender Grafiken und anderer visueller Inhalt

Selbst wenn sich deine Fallstudie nicht auf ein Designproblem bezieht, ist es dennoch sehr wichtig, sie visuell ansprechend zu gestalten und viele grafische Ressourcen und verschiedene Medien einzubeziehen. Denn wir reden hier über Marketing, also muss es attraktiv sein, richtig?

Wir haben bereits erwähnt, dass Daten mithilfe von Grafiken besser präsentiert werden können. Gehen wir noch einen Schritt weiter und ziehen die Verwendung von Produktvideos, Bildern, Fotos von deinen Kunden (natürlich mit deren Genehmigung), Testimonials und so weiter in Erwägung.

Und vergessen wir nicht, dass du auf diese Weise definitiv die Chancen erhöhst, dass Menschen deinen Content in sozialen Medien teilen. Vor allem, wenn es um Videos und Infografiken geht, die dafür bekannt sind, dass sie von den Benutzern sozialer Medien bevorzugt werden.

10. Das ist noch nicht das Ende – wir haben noch gar nicht über SEO gesprochen!

Fallstudien können durch den Einsatz von SEO leistungsstarke Werkzeuge für den eingehenden Traffic sein. Genau wie jede andere Art von Web-Inhalten – vorausgesetzt, sie sind nützlich und optimiert. Denke darüber nach: Eine gute Fallstudie ist wertvoller Content in seiner grundlegendsten Form. Er hat ein großes Potenzial, sehr relevante Backlinks von maßgeblichen Websites zu erhalten. Warum sollte man ihn also nicht zu seiner vollen SEO-Leistung optimieren?

Erledige also deine Keyword-Recherche, arbeite an deiner URL, verbessere deinen Titel und deine Überschriften, poliere deine Meta-Beschreibung auf, sorge für eine gute Häufigkeit der Schlüsselwörter. Das wird auf lange Sicht sehr hilfreich sein. So wie es immer bei guter SEO der Fall ist.

11. Die wunderbare Kraft sozialer Anerkennung kann deiner Fallstudie ebenfalls helfen

Mit sozialer Anerkennung meinen wir hier im Grunde genommen Menschen, die andere Menschen beeinflussen. Das ist etwas, das seit Menschengedenken geschieht. Und das gilt nach wie vor auch für Fallstudien. Kundenrezensionen, scharfe und hilfreiche Zitate, Videoaussagen, Feedback zu deinem Unternehmen oder Produkt: All das wird möglicherweise entscheidend sein.

Verwende möglichst Zitate von Kunden, die sich für deine Lösung des Problems entschieden haben. Lass sie erzählen, warum er sich so entschieden hat und was die Vorteile dabei waren. Dies wird anderen potenziellen Kunden helfen, eine Entscheidung zu treffen.

12. Ist es wirklich gut geworden? Dann promote es!

Inzwischen solltest du eine gute Vorstellung davon haben, wie man eine Fallstudie schreibt. Aber weißt du auch, wie man diese vermarkten kann? So, wie du es im Grunde mit jedem Contentbeitrag tun solltest?

Promote deine Case Study und mache sie einem neuen Publikum zugänglich. Und sammle dabei einige Backlinks (die übrigens ziemlich wichtig sind). Veröffentliche sie in deinen sozialen Netzwerken. Teile sie mit den beteiligten Akteuren. Erstelle dazu einige weitere Inhalte (mehr dazu weiter unten). Beauftrage eine Marketing-Agentur, den Outreach-Prozess für dich durchzuführen – natürlich nur, wenn du das Budget dafür hast. Und bitte um Feedback. Vielleicht erhältst du weitere interessante Einblicke und Hinweise, die in Zukunft helfen können.

13. Deine Fallstudie ist das Schweizer Taschenmesser unter den Inhalten

Da deine Fallstudie eine so umfangreiche Quelle nützlicher Informationen ist, kann sie als Grundlage für andere Inhalte im Rahmen deiner Marketingstrategie verwendet werden. Das heißt, du kannst sie nicht nur bewerben, sondern die Informationen auch für anderen Content verwenden, um neue Benutzer zu erreichen. Denke über diese Möglichkeiten nach:

■ YouTube-Videos

■ Blogeinträge

■ Optimierte Landingpages/Kategorieseiten

■ E-Mail-Newsletter-Kampagnen

■ Pressemitteilungen

■ Konferenzen und Eröffnungsreden

Die Liste lässt sich beliebig erweitern, aber wir empfehlen dir auf jeden Fall, deine Fallstudie (oder -studien) in einem speziellen Teil der Website deines Unternehmens zu organisieren, vorzugsweise auf einer separaten Landingpage. Das wird vielen interessierten Benutzern helfen, sie ohne Umwege zu finden, mit der Website deines Unternehmens zu interagieren, etwas über deine Produkte oder Dienstleistungen zu erfahren und – du hast es erraten – dir wertvolle Leads zu liefern.

14. Jetzt das eigentliche Fazit: Wenn Fallstudien kein Content-Marketing sind, dann wissen wir auch nicht

Du weißt jetzt also, wie man eine Fallstudie schreibt. Nun lass uns hier noch einmal zusammenfassen – nur für den Fall, dass du immer noch nicht überzeugt bist. Großartige Fallstudien sind deshalb so wichtig für Content-Marketing-Strategien, weil sie:

■ zeigen, wie erfolgreich ein Unternehmen mit einer bestimmten Lösung sein kann – mit konkreten Beweisen,

■ den Nutzern hilfreiche, überzeugende Inhalte präsentieren, die sich auf eine bestimmte von ihnen gestellte Frage beziehen,

■ vertrauenswürdige Geschichten erzählen, mit denen deine Leser etwas anfangen können – in Form von Zitaten und Interviews,

■ aufschlussreiche und praktische Schlussfolgerungen ziehen, die auf zukünftige Situationen angewendet werden können,

■ als starke Quelle für eingehenden Traffic auf deiner Website und für anderen Content fungieren

■ und offensichtlich mit all diesen Eigenschaften die Tür für neue Leads öffnen.

Das ist Content-Marketing vom Feinsten. Findest du nicht auch? Beginne also damit, deine beeindruckende Case Study vorzubereiten. Der Einsatz wird sich lohnen.